Konzertberichte

Hildesheim M'era Luna 09. August 2002

Ordentlich Nebel und leider auch sinnflutartige Regenfälle kündigten den Auftritt der neuen Industrialhoffnung SULPHER am Samstag Nachmittag an. Und irgendwie schien es tatsächlich passend, dieses Wetter, denn was auf der Bühne geboten wurde und was für hammerharte brachiale Rockmusik die Ohren vernahmen, konnte man wirklich mit einem Klanginferno vergleichen. SULPHER gründeten sich erst im Jahre 1999 und kamen als DER Industrialexport von der Insel zu ihrem ersten Livegig in Deutschland auf dem M'era Luna herübergeeilt. Vorausgeeilt war ihnen der Ruf ihrer fantastischen Liveperformance, von der zeitweise jedoch nicht viel mehr außer Nebelgestalten zu erkennen war, was der Musik jedoch eine durchaus passende optische Untermalung bot. Gespielt haben die Briten um Mastermind Rob Holliday Songs ihres Debütalbums "Spray" mit Knallern wie "One Of Us" oder "Misery", das am 07.09.2002 auch endlich bei uns erhältlich sein wird. Ob nun hauptsächlich das Wetter an den verminderten Zuschauermassen schuld war - was durchaus anzunehmen ist, da auch ich innerhalb weniger Sekunden komplett durchgeweicht war - ist schwer zu sagen, da SULPHER mit ihrer harten Gangart doch extrem aus dem restlichen Programm fielen. Die Fans, die sich jedoch auch von überfallartigem und ärgerlicher Weise andauerndem Regen nicht abschrecken ließen, sorgten für eine fantastische Stimmung und wenn man den Blick in die Runde schweifen ließ, entdeckte man verdammt viele MANSON-, NINE INCH NAILS- oder ähnliche Shirts. Welch Überraschung :-).

www.gothicparadise.de - Stefanie





Köln Live Music Hall 12. Oktober 2002

Heute beginnen bei uns die Herbstferien, genau rechtzeitig also, da jetzt auch die Tour von Sulpher startet. Mein Anfahrtsweg von schlappen 400 km war auch kein Problem... ;o) Ich war sehr gespannt auf die Band, aber auch auf das Publikum. In den deutschen Musikmagazinen wurde die Band ja hochgelobt und ich bin deshalb davon ausgegangen, dass einige Interessierte dabei sein würden. Die Halle war noch nicht sonderlich voll, als es schon eine halbe Stunde früher los ging, als geplant. Der Nebel verdichtete sich, und als man so gut wie nichts mehr sehen konnte, erklang Gloat gefolgt von Disintegration und You Ruined Everything. Inmitten der Nebelschwaden konnte ich dennoch erkennen, dass am Keyboard nicht wie üblich Kevin Stewart stand. Hinterher habe ich dann der offiziellen Seite entnehmen können, das Nayf 80 auf der Tour dabei ist. Musikalisch klang es wirklich gut, nur das Publikum ging überhaupt nicht mit. Manche standen nur wie versteinert da und konnten sich nicht mal zu einem Applaus aufraffen. Die Jungs schienen ziemlich frustriert zu sein, was man auch an der Stimmung auf der Bühne merkte. Rob konnte es sich nicht verkneifen, dies durch ein paar Kommentare und gelegentlichem Gähnen zum Ausdruck zu bringen.
Musikalisch mag ich The 69 Eyes auch, ich fürchte allerdings, dass ich diese Musikkombination nicht mit vielen teile. In Gesprächen nach dem Konzert habe ich festgestellt, dass der "typische" The-69-Eyes-Fan Sulpher nicht unbedingt verkraftet. Gespielt wurden Gloat, You Ruined Everything, Unknown, Disintigration, Misery, One Of Us, Problem, Scarred und Spray. Besonders gut gefallen haben mir die Songs Scarred und Problem, die kommen live irgendwie ziemlich gut rüber.
Ich kann nur hoffen, dass sich zu den folgenden Konzerten noch ein paar Sulpher-Fans oder zumindest Interessierte einfinden, verdient hätten sie es allemal.

www.konzi-tip.de
Gestern gaben the 69 Eyes das zweite Konzert ihrer Deutschlandtour in Köln. Als Vorgruppe war Sulpher mit von der Partie, die auf der eingenebelten Bühne ihr Bestes gaben. Der krachige Sound von Sulpher ist natürlich schon ein Kaliber härter als der der Eyes und schien daher auch nicht bei allen Fans anzukommen. Sie schafften es die Stimmung gut anzuheizen aber es war trotzdem deutlich, dass alle auf the 69 Eyes warteten. [...]

www.rockezine.com (engl.)
SULPHER
A show sometimes can be overshadowed by things that have nothing to do with the band itself. Sometimes it’s the smoke on stage, other bands use a lot of smoke during their show, but I’ve never seen a band that was lost in the fog during their show. It made it hard to see what the band was doing and it created a strange spectacle. We saw a foggy cloud most of the time. It was a surprise that the band didn’t fell off the stage, because their view must have been obscured as well. Therefore it was impossible to get a real live “vibe”. You could hear the music, but you couldn’t see somebody creating it. After their impressive show on Eurorock 2001 I can’t imagine that the band chose for this option. Musically SULPHER sounded tighter than ever. From the surprising opener ‘Disintegrate’ (surprising because it isn’t on their album “Spray”) the band proved to be a real killer live. Especially the use of live drums made their music sound heavier and more direct than on record. The voice of Rob Holliday was in perfect shape as well. He screams, shouts, sings and whispers. And whatever he was doing, you could still understand the lyrics. It’s a pity that impressive songs like ‘Scarred’ - with the drum break in the end of the song - ‘Misery’, ‘One Of Us’, ‘You Ruined Everything’, ‘Fear Me’, ‘Unknown’ and ‘Problem’ were overshadowed by the London syndrome. ‘Don’t buy our record, our music is shit’ was a wrong interpretation of Rob Holliday in the end of their show. I love the music, but next time I want to see a band!!!





Bochum Zeche 13. Oktober 2002

Die Zeche ist ja legendär, hier sind ja schon reihenweise bekannten Bands aufgetreten. Ich war zum ersten mal hier und es hat mir wirklich gut gefallen. Vor der Bühne war kein Graben und man kam schön nah ran. Besonders groß war die Bühne auch nicht und da das Equipment der 69 Eyes auch schon aufgebaut war, standen die Instrumente von Sulpher dicht nebeneinander und ganz weit vorn, so das man alles wunderbar beobachten konnte. Kurz nach 20 Uhr begann die Show mit Gloat. Diesmal wurden auf dicke Nebelwände verzichtet und ich konnte aus der 2. Reihe alles prima überblicken. Zunächst musste ich allerdings Robs T-Shirt verdauen: Ein Original-69-Eyes-Shirt...na ja fast original, die Ärmel fehlten natürlich und die Armausschnitte gingen wie üblich bis zur Taille ;o) Das Eyes-Shirt war wohl eine "Huldigung" an die Auftritte in Hamburg und Köln, die fest in der Hand der Eyes-Fans waren. Die Stimmung von Band und Publikum unterschieden sich sehr deutlich vom Vortag. Die Menge ging verhältnismäßig gut mit und auch Rob und seine Mannen waren gut gelaunt. Gespielt wurden Gloat, Disintigration, You Ruined Everything, Unknown, Misery, One Of Us, Problem, Scarred und Spray. Die Liveauftritte der Band gefallen mir noch besser als das Album, alles wirkt dynamischer, die Flüsterpassagen gehen mehr in Gesang über, was ich sehr positiv finde. Für mich waren jedenfalls Sulpher der Hauptact, da The 69 Eyes, am Vortag noch hochbejubelt, in Bochum mit wesentlich mehr Zurückhaltung aufgenommen wurden.
Alles in allem war es ein sehr schönes Wochenende. Neben der Musik hab ich auch viele nette Freunde und Bekannte wiedergetroffen. Hiermit ganz liebe Grüße an die Mish-Fraktion und die "69-Eyes-Fans-von-Trümmer-Truppe", ich hoffe wir sehen uns bald wieder.

www.konzi-tip.de
Sonntag Abend und das dritte Konzert der 69 Eyes stand an. Diesmal gaben sich die Eyes in der Zeche Bochum die Ehre.

Hier ein kurzer Bericht:

Dank der eisigen Kälte ließen die Securitys die eingefrorene Schlange, die sich vor der Zeche gebildet hatte schon 15 Minuten früher rein. In die Halle selbst kam man zwar nicht, aber im Cafe konnte man sich schon mal aufwärmen. Nach dem um 19Uhr die Halle an sich geöffnet wurde, füllten sich die Zeche erst recht zögerlich, aber letztendlich wurde es doch schon ziemlich voll.
Um kurz nach acht fingen dann endlich Sulpher an. Extrem laut, extrem krachig, extrem viel Bass! Scheinbar zuviel für die meisten im Publikum und auch die Art von Rob, dem Sänger, schien, trotz eines 69Eyes T-Shirts, nicht auf viel gegenliebe zu stoßen. Musikalisch fand ich persönlich allerdings, bis auf einige kleine technische Probleme zu Begin, ziemlich gut. Dumm war nur, das ich Rob einfach nicht verstanden habe wenn er was sagte und daher erfolgte natürlich auch keine Reaktion aus dem Publikum. Ach so, an Mädels die ihre Taschen gerne auf der Bühne ablegen, eine kleine Vorwarnung, es kann schon mal passieren, das Sänger die dann entführen... die Taschen, nicht die Mädels!

Setlist von Sulpher:(ungeordnet; von Black Rainbow)
You ruined everything
Unknown
You don't mean that much
Misery
One of us
Problem
Scarred


www.tiefgang-online.de
Nach gut anderthalb Jahren Wartezeit konnte ich "The 69 Eyes" endlich wieder live erleben. Sicher gab es auch früher schon Gelegenheit dazu, doch nun passte alles zusammen und ich freute mich auf den Gig, den die Gothrocker diesmal als Headliner bestritten.

Als die britischen Einheizer "Sulpher" die Bühne betraten, war die Zeche Bochum schon relativ gut gefüllt und einem stimmungsvollen Abend stand nichts mehr im Wege. Nach kurzem Intro betraten die Jungs die Bühne und legten los. Musikalisch sind Sulpher sehr interessant. Ihre Musik ist auf elektronische Effekte ausgelegt, die die handelsüblichen Instrumente zu einem düsten und fetten Sound unterstützten. "Scarred" und "One Of Us" waren die Tracks, die mir am Besten gefielen. Negativ an der Performance waren allerdings die Starallüren des Frontmannes Rob Holliday. Der gute Mann war der Meinung das Publikum provozieren zu müssen, seine Bandkollegen anzurempeln oder zu treten. Zuguterletzt zerschlug er seine Gitarre. Grund für diese Zerstörungswut war lediglich, dass der Gitarrengurt abging und er diese frei in den Händen halten musste. Die letzten drei Lieder wurden somit komplett ohne Gitarrenbegleitung gespielt und der Sound ließ deutlich nach. Ich finde so etwas schade, da Sulpher wirklich gut sind und die anderen Kollegen durch dieses unpassende Verhalten in Mitleidenschaft gezogen wurden.





Osnabrück Hyde Park 14. Oktober 2002

www.amboss-mag.de
Es ist ja nicht immer so, dass die Vorband zur Hauptband passt. Das traf auch diesmal zu. Die schwefeligen Engländer eröffneten den Abend mit einer geballten Ladung Industrial Metal. Aufgebaut auf kühlen elektronischen Sequenzen, lieferten sie mit mächtigen Gitarren-Orgien und variablem Gesang zwischen Flüstern und aggressivem Geschrei einen wahrhaftigen Orkan. Sänger/Gitarrist Rob Holiday überzeugte mit einer extrovertierten Darbietung und schien jeglichen Frust auf der Bühne abzureagieren. Seine Gitarre litt unter der ständigen Maltration und auch der Mikrofonständer konnte des öfteren die Flugschule besuchen. Meist in gebückter Haltung scherte er sich einen Dreck um Griffführung und ließ allein die bedrohliche Härte agieren. Dargeboten wurden die Songs ihres Debüt Werkes "Spray". Songs wie ihre erste Single "one of us", das explosive "you don't mean that much" oder der Titelsong können schon mal zu dezenten Angstzuständen und Panikattacken führen. Meist beginnend mit einem leise lauernden Intro entwickeln sich die Tracks zu explosiven Industrial Hymnen und wenn Rob zwischen meterhohen Gitarrenwänden seine Texte ins Publikum prügelt, neigt man dazu, sich irgendwo zu verkriechen. Die Briten lieferten ein kompromissloses Konzert ohne Atempausen, es sei denn man bezeichnete die unterkühlten, tiefdüsteren Zwischenspiele als eben solche.





Berlin Columbia Fritz 15. Oktober 2002

www.konzi-tip.de
Oh man, ich kann mich nicht daran erinnern, jemals einem Konzert so entgegengefiebert zu haben, wie dem von Sulpher, als Support der 69 Eyes in Berlin. (Jaja, ich gebe zu die Zeromancereuphorie haben sie nicht ganz auslösen können, aber es war knapp, ganz knapp). Etwas skeptisch war ich ja schon über die ungewohnte Konstellation einer Goth'n'Roll und einer Industrial Metal Band an einem Abend, auf einer Bühne, aber Rob Holiday, seines Zeichens Sänger selbiger Kombo meinte dazu nur: "Wir werden die 17 jährigen Gothicgirls von harter Musik überzeugen und sie dann alle als Fans mitnehmen." Und tatsächlich haben sich die Fans, nach dem ersten großen Schock über die lauten, rockigen und ungwohnt fordernden Klänge zum Bewegen hinreißen lassen und die schwefeligen Briten mit jubelnden Beifallsrufen belohnt. Gespielt wurde, was das Debüt "Spray" hergab, wobei die großen Hits "Misery" und "One of us" natürlich nicht fehlen durften. Ein Schmunzeln stahl sich in mein Gesicht, als ich den Anfang von "You ruined everything" vernahm, denn dazu meinte Monit im Interview zuvor: "Das können wir nicht live spielen, da weint der Rob sonst immer los." (Das komplette Interview folgt übrigens in Kürze...) Seinem Schmerz ließ er an diesem Abend dann auf vokalische Art freien Lauf und röhrte ins Mikro, was die Stimme hergab. Wunderschön auch sein Kommentar, völlig unvermittelt in einem Song: "No kissing". Tja mein Lieber, es ist nun mal ein Gothicpublikum, wobei es auch mich gewundert hat, wie man zu Song wie "Unknown" oder "Scarred" den Drang zum Küssen verspühren kann... Am Ende des Gigs allerdings hatte ich den Eindruck, dass der sympathische Frontmann doch etwas verärgert oder sagen wir besser, verstimmt war, denn er kehrte dem Publikum den Rücken zu, legte sich mit dem Mikroständer und dem Backliner (armer Stefan) an, pfefferte seine Gitarre auf den Bühnenboden und schien auch sonst keinen besonderen Drang mehr auf "gutes Benehmen" zu verspüren. TOTAL SYMPATHISCH, ein echter ROCKSTAR eben. Kann man nur hoffen, dass ihn der Einkauf bei X-TRA-X am nächsten Tag nach der Autogrammstunde der 69 Eyes wieder etwas versöhnlicher gestimmt hat. Vielleicht trägt er ja sogar neue Accessoires in Halle, wir werden es beobachten und hier niederschreiben.





Halle Easy Schorre 17. Oktober 2002

Die Easy Schorre in Halle hat eine besondere Ausstrahlung, finde ich zumindest, eine der coolsten Szenelokale. Ich war neugierig, wie hier das Publikum Sulpher aufnehmen würden. Die 69 Eyes hatten ich hier bereits im Mai 2001 gesehen und da sie damals hervorragend aufgenommen wurden, war auch in diesem Jahr nichts anders zu erwarten.
Ich stand ziemlich weit vorne und neben mir - ja , doch, ein großgewachsner Sulpher-Fan mit passendem T-Shirt (hallo Christian :o) das war doch schon mal ein guter Anfang. Kurz nach 20 Uhr ging es los und das Publikum rockte so richtig mit. Die Stimmung auf der Bühne war auch klasse. Der Übergang von der Bühne zum Zuschauerraum besteht aus Treppen und Rob ist immerhin 2 mal zu seinem Publikum nach unten getrabt, was ich schon als gutes Zeichen gewertet habe. Nayf war auf den ersten Blick nicht gleich wiederzuerkenenn. Anstelle des Wuschelkopfs hatte er sich eine Robert De Niro-mäßige hintergegelt-brave 40er-Jahre-Frisur zugelegt.
Die Setlist war wie immer, was aber in der Kürze der Zeit und bei erst einem Album auch ok ist. Obwohl, einmal "Fear Me" live zu hören, wäre schon nicht schlecht...Das Publikum mochte offensichtlich die Musik und zum Ende der Show gab es sogar Rufe nach Zugabe, das war bei dem im allgemeinen sehr Eyes-lastigem Publikum schon allerhand. Gegen Mitternacht gab es für mich noch ein besonderes Schmankerl: Monti hatte Geburtstag und ich konnte mit der Band und T69E, die auch dazugekommen waren, Happy Birthday singen....ein wirklich wundervoller Chor ;o)

www.soundbastard.de
Ich konnte The 69 Eyes letztes Jahr bereits live sehen. Und da mir das recht gut gefallen hatte, dachte ich mir, wenn sie schon mal da sind, das der einzige Ostgig ist, geh ich wieder hin. Und da mir das neue Album “Paris Kills” auch recht gut gefällt, es zwar streckenweise wie eine Fortsetzung von “Blessed Be” klingt, wurde ich in meinem Entschluß doch noch bestärkt. Als ich dann vor der Schorre eintraf, die erste Überraschung, da standen doch eine ganze Menge Leute. Eigentlich wunderte mich das ja auch nur, da der Gig letztes Jahr nicht so toll besucht war. Doch diesmal schien die Schorre echt voll zu werden. Und, und das war eigentlich denn doch keine Überraschung, fast überall nur Mädels im Durchschnittsalter von max. 17/18 in sehr wenig schwarzen Klamotten und in einer Wolke von Patchouli. Naja, auf in den Kampf, obwohl ich mir langsam doch recht alt vorkam. Und schon der Einlaß war ein solcher. Ich kam mir vor wie auf nen Backstreet Boys Konzert. Ein Drängeln und ein Run auf die ersten Reihen, sowas hatte ich in der Schorre lange nicht gesehen. Nun denn, ich ließ mir etwas mehr Zeit und kam trotzdem an. Den Anfang machten heute Sulpher. Dieser Name war mir gar kein Begriff, doch einige der weiblichen Fans schienen sie zu kennen, denn man konnte die ersten verzückten Schreie vernehmen. Also musikalisch sind sie nicht mit 69 Eyes zu vergleichen. Ist das was sie machen doch eher als Industrial zu bezeichnen. Zwar mit Gitarre, Bass und Drums, was das Ganze dann etwas rocken läßt, doch durch die Keyboardeinsätze dann wiederum auch sehr in die andere Richtung gehend. Doch den meisten schien es ganz gut zu gefallen. Anfangs fand ich es auch ganz gut, nur wurde es mir mit der Zeit zu lang. Was auffällig war, war der Fronter, der nicht zu bändigen war. Hatte er mal kein Instrument in der Hand, rannte er wie geistesabwesend über die Bühne, sprang seine Kollegen an, warf sich auf den Boden oder schmiß einfach den Mikroständer durch die Luft, bzw. das Mikro dann gleich hinterher. Hm, alles sehr chaotisch. Auch suchte er unmittelbar den Kontakt zu den Fans, besonders zu einer jungen Frau, der er dann den Titel ins Ohr zu singen schien. Naja, vielleicht knabberte auch daran rum, ihr schien jedenfalls irgendwie nicht so behaglich dabei zu sein. Ihre Fans konnten sie mit Songs wie “Misery”, “One Of Us”, “Unknown” oder auch “Spray”, den Titel des neuen Album, durchaus begeistern und die Mädels zum kreischen bringen. Soundmäßig war es echt gut und krachte richtig laut. Nur der Nebel war mal wieder so dicht, daß man auf der Bühne stellenweise kaum was sehen konnte.


www.konzi-tip.de
Großes Erwarten schon beim ersten Angesicht zu Angesicht mit den Eyes und Sulpher in Berlin, doch Halle schien die Vorfreude doch noch toppen zu können, aber würden auch die Bands, nach einem fulminaten Auftritt im heimischen Berlin in Halle, in der Easy Shorre mithalten können?? Sulpher schaffen es auf jeden Fall, gewohnt mit viel Noise und viel Dampf unterm Hintern. Rob schien auch heute besonders gut gelaunt zu sein, bewegte sich ungemein viel und ausschweifend auf der Bühne. Auf meine Frage hin, ob er in Berlin gegen Ende sauer gewesen sei meinte er nur: "Wie ich? Du meinst weil ich die Gitarre auf den Boden geschmissen habe?" Dem folgte ein breites Grinsen und keine weitere News. Aber hey, bei diesem netten Lächeln vergißt du eh all deine Sorgen und Nöte. Das Hallensische Publikum schien die britische Mischung aus Rock, Metal und Charm äußerst zu schätzen und es ertönten nach dem letzten Song sogar, erst zaghafte, dann aber anhaltend fordernde Zugaberufe.





Wien Planet Music 18. Oktober 2002

www.darkscene.at
Wenn die Finnen mal zum düsteren Stelldichein im Planet Music rufen, dann kann sich dem keiner so schnell entziehen... Dementsprechend gut gefüllt war dann auch das Planet schon bei der ersten Band, die leider nicht wie zuerst angekündigt Autumn Clan waren. Sulpher hieß diese mir bis jetzt unbekannte Truppe, die so unbekannt doch nicht mehr ist, fungiert doch kein Geringerer als The Mission Gitarrist Rob Holliday als Frontman der sehr innovativen Band. Die Jungs überraschten mit wirklich mitreißendem Sound, der Tempo, Gefühle, moderne Klänge und klassische Düsterstrukturen in eine Perfekte Einheit zu verbinden wusste! Nicht schlecht und eigentlich sogar sehr gut, obwohl ich mir Autumn Clan so gewünscht hätte, aber es kommt eben immer anders, als man denkt oder hofft.





Pratteln Z7 20. Oktober 2002

www.gryphonmetal.ch (engl.)
This evening seems to be a good promising one: The 69 Eyes will play supported by Sulpher! I'm already in a good mood cause i just had a cool interview with the "gothic icon" Jyrki in person, and i can only say that i am so positively impressed, so now there is only the stage confirmation test. But to tell the truth (sorry Jyrki) what has pushed me to this gig is the fact that i will have the occasion to see this new revelation coming from Great Britain: Sulpher! Indeed Sulpher are doing the whole tour with The 69 Eyes, and this sounds extremely interesting! I have recently heard a lot about Sulpher, they are preceded by so many enthusiastic echoes , and in particular their performance at the M'era Luna Festival was considered so excellent: many critics are defining Sulpher above all as a great live band: we will see! I couldn't be more curious! In the meanwhile the Z7 is getting slowly crowded and, among a lot of gothic girls, i see with satisfaction, that in the crowd there is an appreciable "male component". This is to say: not only women this evening like i feared. Anyway the first rows are occupied mainly by a lot of girls. All the rest ,whatever it can be, is behind..!+
20:31 - smoke effect! the smoke is filling up the air on the stage, one could also wonder if this smoke, hit by yellow-orange-red spotlights, could smell ofsulphur! And then darkness is emphasizes by an industrial intro. Everything is ready for the entrée and i really cannot wait for it, enthusiast like i always am when i can see a great stageacting! I hope only not to be disappointed after having heard so much marvellous about them. Ehi ok here they are: drummer Monti, bassist Mud, and, behind the keys, Kevin, and finally the singer- guitarist Rob Holliday who begins to set free all his expressiveness and capacities with You ruined Everything... Among the first things i 'm noticing there are the great energy united with a certain level of aggressivity mixed anyway with good taste and a valuable quantity of self confidence. Rob is playing his guitar very often bent, so that he's holding his guitar in a very low position , proposing a new image, very original , very different from most of guitarists seen,. extremely agile and extremely inspired he's singing with such a determination and such a natural energy that i'm already amazed. Oh.. but the whole band is particular and original: the strange fact is that my attention was not only attracted by the performance of band frontmann Rob: eh no! , cause every member is really interesting. Bassist Timmy Mud is in my opinion the right counterpart: very confident with his headbanging and his way to hold bass is an effective pendant : with his long hair lock , often is bent too on his bass, often doubling the scales proposed by Rob. ...On the contrary, Nathan ,behind the keys is hitting my attention due to his his incredible calmly behaviour, practically motionless , concentrated on effects and "noises" contrasts so much with Rob's strong temperament . Finally drummer Monti is doing a very effective work behind hid drums, and i should underline that so rarely a drummer is so visible on the stage , not hidden by tons of (mostly?) unesuful cymbals and drum kits. He's one of the few drummers that seem really involved also optically in the band, like i've only sometimes seen in death bands, being not an hidden motor. And drums equipment is well calibrated , precise, exact.
So let's see how the gig will goes on, trying still to slow down for the moment every too quick enthusiasm due to this cool first impact! And we go on with Unknown, one of the most renowned Sulpher songs, now the bands fully proposes their capacity to mix aggressivity with calm moments full of tension and sensuality, expressed also by the incredible inner tension with which Rob holds the microphone. What a surprise: this songs sounds so persuading live! The intermittent lights emphasize not only Rob's body but the whole musicscape in a brilliant way.
there is no time to have a rest because another of their hits is attacking us : Misery, and i 'm tellin to myself: "ah yes this is that other well-known song! yes i recall it!" it was one of my fav already when i was reviewing the cd. Typical Sulpher, hypnotic, heavy, with a lot of electronic effects that paradoxically are successfully in remaining in background though very focalized . And finally Rob announces the smash hit One of us: red and blue lights let me remind me the Das Ich gig, seen just some days before. And these lights explode in other white lights straight directed on the audience. I remain enchanted by One of us more than i did when i was listening to the cd. Rob invites then the crowd to make an applause for The 69 Eyes: ok nice! And with calibrates lights, agreeable industrial sounds, energetic vocals , fully persiading stage acting from Rob & Co. the performance develops proposing Problem, and the *f*cking great Scared (i love so much its lyrics too , oh gosh!!). Well what can i say more?? The performance was simply kicking ass, never seen a so self confident band that is acting already like having years and years of world experience on the shoulders , and having being till yesterday practically an underground band (though having cooperated with Gary Numan, for example). But maybe it's really this the reason: I see the same phenomenon also here in Switzerland: cool, fantastic underground bands are the real pleasure in every genre of the rock and metal lovers, more than some affermated act.
I'm fully enthusiast, Sulpher are phenomenal, both to be seen and to be heard; the "Spray" stuff sounds great live, Rob Holliday is an incredible frontmann, with an incredible attitude in singing , and proposing his person, though we cannot define him as an entertainer of the crowds. The band is fully convincing and cool. I'm already thinking with joy of the interview with them after The 69 Eyes show! And next time they will sound in Switzerland or in near German zones, i will be definitely there. Yes!
Review by Dalia "gryphon_spirit"





Stuttgart Röhre 21. Oktober 2002

Eigentlich sollte die Tour nach Halle für mich beendet sein, aber der Gedanke, Sulpher jetzt erst mal für lange Zeit nicht zu sehen, war auch nicht so recht zu ertragen, jedenfalls haben wir uns Montag Nachmittag "spontan" entschlossen, mal schnell nach Stuttgart zu fahren. Von Erfurt aus nur schlappe 400 km, das geht schon mal. Tags zuvor war noch richtig Hektik, abends erfuhr ich, das das Konzert in München ausgefallen war, und da erst mal nicht klar war, warum und weshalb, war auch nicht sicher, ob sie in Stuttgart auftreten würden. Wie sich dann später herausstellte, war in Österreich der Tourbus auf der Strecke geblieben, übelster Motorschaden, nix ging mehr und München konnte nicht mehr erreicht werden.
Also im Tiefflug auf nach Stuttgart, sich quer durch die Stadt gewurschtelt und einigermaßen rechtzeitig bei der Röhre angekommen. Auf dem Programm dort stand: The 69 Eyes und Gäste *argh * , es wusste mit anderen Worten kein Schwein wer überhaupt dort als Vorband auftritt! Das hätte vom Veranstalter, denk ich mal, ein wenig besser organisiert werden können. Die Stuttgarter Röhre war übervoll mit Publikum, heiß und stickig, nicht so ganz mein Ding. Der Auftritt war klasse - wie immer also - das Publikum mittelmäßig interessiert, es ging so.
Rob wollte wie schon in Bochum, das ich bei Spray mitsingen sollte *schwitz *, aber er konnte sich noch so weit strecken, bis zu mir hatte das Mikro nicht gereicht. Puh, Glück gehabt. Den Text beherrsch ich zwar, aber laute Gesangseinlagen vor Publikum sind nicht so mein Ding.
Da es der letzte Gig auf dieser Tour war, hat sich Jyrki, der Sänger der Eyes, aufgerafft und seinen dritten Song "Forever More" Sulpher gewidmet. Ob seiner Bemerkung "I hope you enjoyed Sulpher as much as I did" wirklich ernst gemeint war? ;o)
Zum Ende der Tour habe ich immer noch meine Bedenken, ob es wirklich eine gute Wahl war, diese beiden Bands gemeinsam auf Tour zu schicken, das Zielpublikum ist doch sehr verschieden. Die Jungs von Sulpher hatten damit keine Probleme und haben es vor allem als Chance und Möglichkeit gesehen, das deutsche Publikum zu erobern. Hoffen wir, das es ein Stück weit geglückt ist.





Duisburg Birthquake Festival 20. Dezember 2002

Nachdem die Sulpher-Herbst-Tour nun schon 2 Monate zurückliegt und ich mich mit Manowar und anderen Bands begnügen musste *g* war es Zeit für das Birthquake im Duisburger Soundgarden. Die Organisation seitens des Veranstalters ließ - zumindest was den Anfang betrifft - einige Wünsche offen. Der für 19 Uhr angesagte Einlass verschob sich um ein Stündchen, was bei den momentanen Außentemperaturen nicht unbedingt gemütlich war. Kaum drin angekommen, erklang Unknown...und ich musste erst mal völlig irritiert und ohne den Mantel ablegen zu können in die Konzerthalle stürmen. Ja, da standen Sulpher auf der Bühne und spielten...aber es war nur der Soundcheck! Die Tatsache, das die Band erst um diese Zeit zum Proben auf die Bühne konnte und offensichtlich auch nicht genügend Zeit dafür hatte war ziemlich ärgerlich. Wie ich dann später mitbekommen habe, hatten sich die "Hauptacts" für den Soundcheck stundenlang Zeit genommen, und das halt auf Kosten der zuerst spielenden Bands. Irgendwann ging's dann los. Vor Sulpher standen noch Technoir auf dem Programm. Ich habe es tapfer ertragen und außer der Tatsache, das deren Sängerin wohl bei Sonic Seducer arbeitet fehlt mir jede Begründung, warum diese Band dabei war, musikalische Qualitäten waren es nicht unbedingt. Nach kurzer Umbauphase kamen Sulpher auf die Bühne. Begonnen wurde wie immer mit Disintegration, die Setlist war identisch mit der Oktobertour. ( siehe Tourarchiv )
Was soll ich sagen, es hat mir natürlich gut gefallen, die Songs sind spitze und kommen live sehr gut rüber. Es ging gewohnt aggressiv auf der Bühne zu....aber etwas ärgerlich war es schon, das die Soundqualität nicht optimal war und diese Unzufriedenheit merkte man den Jungs auf der Bühne eben auch an. Zu allem Übel hatte sich Rob dann noch so am Daumen der rechten Hand verletzt, das es blutete und er leicht genervt war. Die Performance kam aber gut beim Publikum an und es war offensichtlich, das doch eine Reihe von Sulpher-Fans zugegen waren. Auf der Bühne waren auch diverse Kameraleute am werkeln. Ich hoffe mal, das bei der für Januar auf ONYX angekündigten eigenen Fernsehsendung des Sonic Seducers Ausschnitte zu sehen sein werden.
Nach Sulpher spielten Within Temptation. Nach den Vorankündigungen die ich in letzter Zeit gelesen habe, hatte ich etwas mehr erwartet. Wayne Hussey war super, wie immer ;o) nur leider viel zu kurz. Außerdem gab es noch OOMPH! und Apoptygma Berzerk die beim Publikum für super Stimmung sorgten.
Ansonsten hatte ich an dem Abend Gelegenheit, das nette Team von Dependent Records kennen zu lernen. Hiermit viele liebe Grüße an Günther, Christina und Stefan und auch an Dave :o)
Nun ist das Birthquake vorbei und erst mal kein neuer Konzerttermin für Deutschland bekannt :o( Es ist aber das Eine oder Andere geplant und es wird mit Sicherheit 2003 eine weitere Tour geben...

www.konzi-tip.de
[...]Die zweite Band war die britische Combo Sulpher die mit ihrem Industrial-Metal die Menge endlich aufwecken konnte. Sulpher legten mit einem unbekannterem Song, "Disintegrate" von der "You ruined everything"-Single los, nur leider konnte die Technik während des gesamten Konzertes die musikalische Schizophrenie nicht rüberbringen, denn die ruhigen Passagen waren um einiges zu laut, so dass die aggressiven und wütenden Parts nicht zu einem Überaschungsmoment führen konnten. Das Live-Lineup zeigte sich etwas verändert zu der Support-Tour mit den 69 Eyes im Oktober dieses Jahres, Monti und Rob wurden heute von Mud am Bass und einem neuen Keyboarder unterstützt.(BR)





London Shepherds Bush Empire 9. Februar 2003

Bereits im letzten Jahr waren schon einmal Sulpher als Supportband für Gary Numan angekündigt. Doch erst zu den Jubiläums Gigs von Gary Numan konnte dieses Vorhaben umgesetzt werden. Im Vorfeld gab es einige wilde Gerüchte,Sulpher würden erneut nicht spielen, doch stellte dies sich rasch als Ente heraus. Zum Glück !! Und so verdunkelte sich pünktlich um 20 Uhr die vernebelte Bühne des ausverkauften Empire. Das Publikum setzte sich verständlicher Weise hauptsächlich aus Hardcore Numan Fans zusammen. Doch die meisten Zuschauer wussten wohl von der Zusammenarbeit Sulpher/Numan und waren von daher neugierig das Produzententeam live zu erleben. Nach einem kurzen Intro eröffneten Sulpher ihr Set mit "You ruined everything". Gefolgt von meinem Lieblingssong "Unknown".Bei diesem Song fiel mir auf, das der gesamte Sound in der Lautstärke eher gedrosselt war. Das tat der Stimmung aber keinen Ausbruch. Die Band schien guter Laune zu sein und das Publikum nahm jeden Song begeistert an. Dem Sulpher Kenner fiel natürlich sofort die Neubesetzung an den Keys auf.(Jag ist nicht nur für die Live Samples zuständig, sondern spielt auch bei einigen Songs Gitarre.) Sulpher lieferten wie erwartet eine energiegeladene Show und Rob zeigte sein für ihn typisches Bühnenverhalten. So warf er u.a. bei dem Song "Problem" seine Gitarre auf den Boden, spuckte mit Wasser, lag beim Singen auf dem Boden , warf seinen Mikroständer um etc.Artig bedankte er sich aber bei Gary Numan für die Einladung als Supportband. Wie schon erwähnt spielte Jag bei "Scarred" und "Spray" Gitarre, was den Songs zu noch mehr Dynamik verhalf.Den Song "Spray" kündigte Rob mal wieder als "my mums favourite song" an.Ebenso ließ er jemanden aus dem Publikum mitsingen.Nach knapp 35 min. war das Konzert auch leider schon um. Meine Hoffnung Rob und/oder Monti würden vielleicht später noch Songs mit Gary Numan spielen erfüllte sich leider nicht. In der U-Bahn zurück zu meinem Hotel waren Sulpher das Thema Nummer 1. Ich bin mir sicher sie haben an diesem Abend nicht nur ihre alten Fans happy gemacht, sondern noch einige neue Fans gewinnen können. Setliste:Intro/You ruined everything/Unknown/Misery/One of us/Problem/Scarred/Spray

Tanja Godisch





Frankfurt Jahrhunderthalle 01. April 2003

Nach der Oktobertour und dem Birthquake in Duisburg war es - zumindest in Deutschland - erst einmal etwas ruhiger um Sulpher geworden. Verschiedene Gerüchte über eine Frühjahrstour gab es - aber als dann vor 3 Wochen eine gemeinsame Tour von Sulpher mit The Sisters Of Mercy angekündigt wurde, kam es für mich doch etwas überraschend, aber sehr willkommen, zumal des Jahr 2003 konzertmäßig ziemlich schleppend anlief.

Der erste Tourgig fand in Amsterdam statt, die Heineken Music Hall war nahezu ausverkauft und die Resonanz des Publikum auf die Musik von Sulpher war, soweit ich gehört habe, sehr gut, ein gelungener Auftakt also.

Die Jahrhunderthalle in Frankfurt ist nun auch nicht eben klein und ich war gespannt, wie viel Publikum sich einfinden würde. Die Halle war gut gefüllt und pünktlich um 20 Uhr betraten Sulpher die Bühne. Der Opener der Tour ist diesmal One Of Us.
Hier die Setlist:

One Of Us
Misery
Unknown
You Ruined Everything
Take A Long Hard Look
Nothing At All
Problem
Scarred
Spray

Jag, der neue Keyboarder, hatte seinen ersten Auftritt in Deutschland und mit seinen geflochtenen Zöpfchen ist er auf der Bühne ein passendes Gegenstück zu Mud ;o). Das er auch noch gut Gitarre spielen kann, stellte er bei den letzten beiden Songs unter Beweis. Die Akustik in der Halle war hervorragend, das Publikum applaudierte und nahm Sulpher wohlwollend auf. Ich war, als die Tour angekündigt wurde, ein wenig skeptisch, ob die Sisters-Sulpher-Kombination funktionieren würde, die Musik von Sulpher ist ja doch ziemlich heavy für das Sisters-Publikum, aber ich denke es war zu verkraften...
Einen Wermutstropfen gab es in Frankfurt - die Security war so was von übereifrig, die haben mir doch tatsächlich in der Halle den Fotoapparat abgenommen und auch alle anderen, die versucht haben, während des Konzerts zu knipsen, wurden "rausgeangelt". Das hab ich so noch nicht erlebt und bei den Sisters ist das auch unverständlich, bei den Nebelschwaden ist ohnehin kein gescheites Bild möglich. Viel liebe Grüße auch noch mal an alle Mission-Fans, die sich dort eingefunden haben, es war schön, euch wieder mal zu sehen.
Ach ja, die Sisters sind auch noch aufgetreten ;o) Im Vergleich zu der Tour vor 2 Jahren, die mich nicht wirklich begeistern konnte, war der Auftritt diesmal gelungen.






Leipzig Haus Auensee 02. April 2003

Leipzig, Haus Auensee - ein Veranstaltungsort, der den Besuchern des jährlich stattfindenden WGT sicher ein Begriff ist, war der nächste Tourstop. Nach einer Vollsperrung auf der Autobahn, 5 km vor Leipzig, und 1,5 Stunden im Stau stehen kamen wir grade noch rechtzeitig an. Als Sulpher - wieder pünktlich 20 Uhr - die Bühne betraten, war die Halle noch nicht so sehr gefüllt. Einige der Besucher standen noch draußen und kamen erst zum Hauptact, eigentlich schade. Insgesamt waren ca. 1300 Konzertbesucher dort. Die Setlist war wie am Tag zuvor, nur auf Spray wurde verzichtet. Ich sollte an dieser Stelle mal erwähnen, das ich die 2 neuen Songs, die mit im Programm sind, richtig cool finde. Take a Long Hard Look ist ziemlich schnell und ein echter Ohrwurm, Nothing At All eher langsam - zumindest für Sulpherverhältnisse. Während die Jungs in Frankfurt ihr Programm durchgezogen haben, ohne groß auf das Publikum einzugehen, gab es diesmal erste Versuche der Kontaktaufnahme. Da Rob aber von keinem so recht zu verstehen war, blieb das ganze leider irgendwie auf der Strecke. Bei Scarred hat sich Rob wie auch tags zuvor ordentlich auf der Bühne ausgetobt (ihr wisst schon...) und am Schluss die Gitarre zerlegt, drauf rumgetrampelt und in Manowarmanier die einzelnen Saiten aus der Klampfe gerupft. Ich glaub ja nicht, das das Publikum damit zu beeindrucken war - aber es musste sicher sein ;o)
Fotoproblem - Folge 2! Eigentlich hätte ich kein Problem haben dürfen, denn diesmal hatte ich einen "photo pit". Aber...nach einem geschossenen Foto hat der Fotoapparat den Geist aufgegeben, nix ging mehr. Wie sich später herausstellte, hatte sich der Film verklemmt, was mir bislang noch nie passiert ist. Das war auch noch nicht soo tragisch, ich hatte noch die Digicam dabei. Aber auch diesmal war die Security aktiv und erklärte, das ich ausschließlich ohne Blitz knipsen dürfte. Und demonstrativ blieb er auch noch die ganze Zeit vor mir stehen...bäh.





Zwickau Stadthalle 03. April 2003

Stadthalle Zwickau - meine dritte und letzte Station (*schluchz*, ich hätte eigentlich noch mehr verkraftet). Der April zeigte sich von seiner besten Seite - mit Graupelschauern und Schneegestöber kamen wir an. Meine Erwartungen waren etwas gedämpft, da die Vorverkaufszahlen der Tickets gelinde gesagt erbärmlich waren und mal ehrlich, wer fährt schon nach Zwickau...Tags zuvor war die Zwickauer Stadthalle zwar restlos ausverkauft, allerdings haben da auch die Flippers gespielt *lol*
Die Halle selbst hat durchaus Charme, eine runder Zuschaueraum mit einer- wie sich später herausstellte- guter Akustik. Sulpher begannen - diesmal höchst unpünktlich - um 20.10 Uhr mit ihrer Show, die Setlist wie gehabt. Das Publikum ist auf jeden Fall super mitgegangen und ehrlich gesagt hat es mir dort am Besten gefallen. Auf der Bühne war mehr Action, es wurde ordentlich rumgekugelt und man konnte an den amüsierten Gesichtern der Bandmitglieder erkennen, dass sie Spaß hatten. Mit Sprüchen wie "What do you wanna hear? Fast music? Slow music? Country music???????" lockte Rob das Publikum aus der Reserve und, um auch die hartgesottenen Sisters Fans ein wenig aufzuwecken sagte er mit bösem Grinsen: "Do you want to hear the Sisters? Then you gonna have to wait for a little while *hehehe*" Alles in allem ein wirklich schönes Konzert, die Gitarren sind auch alle heil geblieben.
Fotoreport Nr. 3 gefällig? Bitteschön. Für den Fotopass musste ich diesmal ein dreiseitiges Formular ausfüllen - no problem - um dann hinterher festzustellen, das weder beim Einlass noch in der Konzerthalle irgendwer kontrolliert hat. Man konnte alles mit reinschleppen und es konnte beliebig geknipst werden... Zum Ende des Sistersgigs ließen sich die Schwefelboys auch noch in der Halle sehen, um ein paar Autogramme zu geben. Das wars auch schon, an dieser Stelle noch ein herzliches Dankeschön an Stefan (für alles), liebe Grüße an Christina und megadicke Knuddelz an Dave ...bis demnächst mal wieder.





Dresden Messehalle 14. Juni 2003

Yes! Das lange Warten auf den Manson-Gig mit Sulpher in Vorprogramm hat sich gelohnt. und hier mein wie immer völlig objektiver Konzertbericht. ;o)

Bei glühender Hitze harrten die Mansonfans bereits Stunden vorher vor dem Eingang. Gegen 16.30 Uhr wurden die Pforten geöffnet dann dauerte es noch mal ein Stündchen, um hinein zu kommen. Dies lag an der extrem gründlichen Einlasskontrolle, die eher einer Leibesvisitation gleich kam. Es war nicht möglich, einen Fotoapparat in die Messehalle zu schmuggeln, Hunderte von Fans mussten ihre Kameras an der Garderobe abgeben. Ich hatte über Dependent einen Fotopass bekommen und konnte somit während der ersten drei Songs vom Fotograben aus knipsen, mal sehen ob die Bilder was geworden sind... Innerhalb des Messegeländes dauerte es auch noch ein Weilchen, bis die Türen geöffnet wurden und alles stürmte nach vorne. Die mit mir angereisten Sulpherfans hatten keine Chance, weit nach vorne zu kommen und mussten erstmals testen, wie sich Sulpher vor großem Publikum und weiter hinten stehend anhört.
Sulpher eröffneten die Show um 17.50 Uhr. Zu dieser Zeit standen noch ein- bis zweitausend Leute vor der Halle und warteten darauf, eingelassen zu werden. Das Sulpher als Opener auftreten sollten, war so nicht geplant und ist dem Management von Flint und deren Terminplanung zu verdanken. Wie ihr wisst, ist Rob zur Zeit bei Flint als Livebassist tätig. Für Flint wurde in der Nacht vom Samstag zu Sonntag (1.15 Uhr) ein Termin beim Hultsfred Festival in Schweden gebucht, so dass Rob unmittelbar nach dem Auftritt mit dem Flieger weiter musste, wirklich schade.
Der Gig an sich war aber prima, eine gut gelaunte spielfreudige Band betrat die Bühne und fanden ein aufgeschlossenes begeistertes Publikum vor. Hier die Setlist:

Disintegrate
Misery
Unknown
You Ruined Everything
Take A Long Hard Look
One Of Us
Scarred
Spray

Der neue Song Take A Long Hard Look entwickelt sich echt zu meinem Lieblingssong und ist live der absolute Hit. Wer von früheren Sulphergigs die dicken Nebelschwaden gewohnt war, konnte diesmal feststellen, das es auch ohne ging. Ich habe es nicht vermisst, Rob schon, mehrfach brüllte er lautstark "where's the f***ing fog", ja wo war er denn? Auf der Bühne jedenfalls nicht. Bei den letzten 2 Songs übernahm Jag die Gitarrenparts und Rob konnte wieder seine Aggressionen austoben, Mikro zertrümmern, Flaschenwerfen...:o)
Sulpher hatten durchweg eine klasse Publikumsresonanz. Da ich und meine Freundin mit bedrucktem Sulphershirt rumliefen, wurden wir in den Pausen unentwegt angesprochen und konnten so etwas über die Eindrücke der anderen Konzertbesucher erfahren. Selbst die Sulphershirts waren nach kurzer zeit ausverkauft. Ich denke, dieser Abend war ein wichtiger Meilenstein in der Karriere der Band.
Das weitere Lineup des Abends waren Terminal Choice, Hocico, Disturbed und natürlich Manson. Im Verlauf des Abends entwickelten sich eine unglaubliche Hitze in der Messehalle (für eine neu gebaute Messe mit neuestem Stand der Technik einigermaßen unverständlich), das vordere Publikum wurden kontinuierlich mit Wasser besprüht, damit es nicht dahinwelken konnte ;o) und in den Pausen zwischen den Auftritten war der Run auf den Biergarten unvermeidlich. Während die ersten 4 Bands entsprechend Zeitplan antraten, gönnte sich Mr. Manson eine Stunde Verspätung, spulte sein Standartprogramm ab und verließ nach knapp 1,5 Stunden ohne Zugabe die Bühne... Mir persönlich hat an diesem Abend neben Sulpher Disturbed besonders gut gefallen, die haben ordentlich gerockt und die Stimmung im Publikum war phantastisch. ;o)

Vorerst sind keine weiteren Sulphergigs geplant, aber ich bin mir sicher das es bald etwas Neues von unseren Jungs zu hören gibt...



DADA Sonic Seducer 09/03:
"Sulpher eröffnen überraschend kurz vor 18.00 Uhr das kleine Festival. Sänger Rob Holliday unterbricht für exklusive 30 Minuten seine derzeitige Verpflichtung als Live-Gitarrist des Prodigy-Ablegers Flint, um das Feuer im Dresdener Hexenkessel zu schüren. Der Saal kocht binnen Minuten, in denen sowohl Hits wie One Of Us als auch die neue Single Take A Look für ausgezeichnete Partystimmung sorgen."


Zillo 08-09/03:
"Sulpher, denen aus dem Vereinigten Königreich der Ruf vorauseilt, zurzeit der finsterste Lichtblick im Londoner Nebel zu sein, versprühten etwa 40 Minuten ihren morbiden Charme, ohne die Ozonschicht anzugreifen. Die Ingredenzien für das von den Briten entwickelte Spray sind harte Industrial und Metalrhytmen."